Montag, 21. Juni 2010

sterben und tod

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz; eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.   
aus prediger 3

ich hab euch ja von der begegnung mit meinem onkel erzählt, den ich im mai wahrscheinlich zum letzten mal gesehen hab .... eine liebe freundin musste gerade ihren papa beerdigen ... und in unserer kirchengemeinde wird gerade herzzerreißend abschied genommen von einem lieben gemeindemitglied, das ein großes loch hinterlassen wird. letzten freitag hatten wir einen extragebetsabend für ihn, und auch gestern war der inhalt des gottesdienstes geprägt von leid, tod und abschiednehmen - aber auch von dem was letztlich trägt, das einzige, was trägt. dazu hörten wir eine bekannte kantate von bach:

wohl mir, dass ich jesum habe
o wie feste halt ich ihn
dass er mir mein herze labe
wenn ich krank und traurig bin
jesum hab ich, der mich liebet
und sich mir zu eigen gibet
ach drum lass ich jesum nicht
wenn mir gleich mein herze bricht

jesus bleibet meine freude
meines herzens trost und saft
jesus wehret allem leide
er ist meines lebens kraft
meiner augen lust und sonne
meiner seele schatz und wonne
darum lass ich jesum nicht
aus dem herzen und gesicht.

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